Wir NEOS stellen die Chancen aller Kinder in den Mittelpunkt. Denn um die künftigen Herausforderungen meistern zu können, brauchen unsere Kleinsten das richtige Rüstzeug. Zuerst müssen aber noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden.

Die österreichische Familienpolitik ist ein Sammelbecken von unterschiedlichen Maßnahmen, die teils in Widerspruch zueinander stehen und oft in unübersichtlichster Weise zwischen Bund und Ländern verstreut sind.
Neben klassischen demografischen Zielen – sprich, dass Frauen wieder mehr Kinder bekommen – geht es um Fragen der Gleichstellung von Mann und Frau und von gleichgeschlechtlichen Paaren, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Chancengerechtigkeit für alle Kinder.
Dass zusätzlich noch unterschiedlichste Ideologien der Regierenden einfließen, wie eine Familie auszusehen hat, macht unsere Arbeit als Opposition – und vor allem das Familienleben – nicht leichter.

Für uns NEOS ist klar:
Die Familie des 21. Jahrhunderts muss sich ihr Zusammenleben selbst aussuchen und organisieren können, egal ob „klassische“ Kernfamilie von Vater, Mutter und Kind, alleinerziehend, Patchwork oder Regenbogen.

Es ist nicht die Aufgabe der Politik, Familienmodelle ideologisch zu bewerten. Es ist ihre Aufgabe, die passenden Rahmenbedingungen für ihre freie Entfaltung zu schaffen. Wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen wollen, sollen Politiker_innen ihnen das nicht erschweren, sondern erleichtern.

Was wollen wir also ändern?

Elementarpädagogik verbessern

Die Sprachentwicklung der Kinder soll durchgängig gefördert werden. Kindergärten müssen weiterentwickelt, und als erste Bildungseinrichtungen anerkannt werden. Sie müssen Autonomie erhalten. Bürokratische Hürden für Betriebskindergärten müssen abgebaut werden.

Reform der Kinderbetreuung

Kinderbetreuung muss zur Bundeskompetenz werden. Qualität und Anzahl der Plätze sollen ausgebaut werden. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag.

Mehr gemeinsame Familienzeit

Jedes Elternteil soll einen individuellen Karenzanspruch von 18 Monaten haben. Es bedarf einer besonderen arbeitsrechtlichen Absicherung. Die Karenzzeit der Partner soll mehr überlappen können als bisher.

Unterstützung für ALLE Familien

Alleinerziehende müssen durch Unterhaltszahlungen zum Schutz der Kinder unterstützt werden. Doppelresidenzen sollen möglich sein. Möglichkeiten zur Familiengründung für gleichgeschlechtliche Paare müssen weiter sichergestellt werden. Inanspruchnahme der Karenz soll auch bei getrennten Haushalten erleichtert werden.

Wir haben noch viel mehr Vorschläge für eine moderne Familienpolitik. Mehr dazu gibt es in unserem Positionspapier!